Bahnbord
Bahnbord
Mitten durch die Gemeinde Möhlin verläuft die Eisenbahnlinie Basel-Zürich. Für die Natur hat dies zum Glück kaum einen trennenden Effekt, im Gegenteil, die extensive Bahnböschung bildet einen vernetzenden Korridor. Vor allem die südexponierten mageren Steilborde im östlichen Teil beherbergen spezielle Tier- und Pflanzenarten. Wärmeliebende Insekten wie Schmetterlinge, Heuschrecken oder Wildbienen finden hier ideale Lebensbedingungen. Seit dem Jahr 2000 besteht ein Pflegeplan, der diese seltenen Spezies fördert. Zwei Hektaren magere Trespenwiese und drei Hektaren Fromentalwiese werden gestaffelt mit dem Balkenmäher gemäht und bei jedem Schnitt an anderen Stellen Altgrasbestände stehen gelassen. Die Verbuschung und Überwucherung durch Brombeeren kann so eingedämmt werden. Entlang der Bahnstrecke stehen ca. 1,5 Hektaren Hecken. Die Kosten für die regelmässige Pflege übernehmen momentan Bund, SBB und Gemeinde zu je einem Drittel. Das Forstamt Möhlin übernimmt davon ein Grossteil der Arbeiten. In Zukunft gilt es, die sich ausbreitenden Neophyten (z.B. Berufskraut und Goldrute) in Schach zu halten.
Spezielle Arten
Fauna: Zweifarbige Beissschrecke, Gemeine Sichelschrecke, Gottesanbeterin, Schachbrettfalter, Quendelschnecke oder die Zauneidechse
Flora: Hummel-Ragwurz, Schlangenlauch
Ort
Bahnbord zwischen Möhlin und Wallbach





