Das Reservat Vögeliacher

64b Vögeliacher Drohne 079

Ende der 50er Jahre wurde die ehemalige Kiesgrube stillgelegt und vorübergehend als Mülldeponie und dann als Wasenplatz verwendet. In den 60er Jahren wurde humusiert und neben bestehenden Bäumen (v.a. Fichten), Sträucher gesetzt. Das Gebiet wurde vergrössert und mit Betonpfählen umzäunt. In den 80er Jahren wurde es erstmals kräftig durchforstet und 1993 ein erster Pflegeplan vom NVM erstellt, der eine Blumenwiese als Kernzone vorsah, umgeben von Nieder- und Hochhecken und Kleinstrukturen wie zwei Teichen und Bruchsteinhaufen. Es wurden alle Fichten entfernt und stark ausgelichtet.

Umbau ab dem Jahre 2001
Leider verschwand die schöne Blumenwiese aus dem Jahre 1999 sehr schnell wieder, denn der Untergrund war zu nährstoffreich. Zudem waren die Teiche nicht mehr dicht genug.Im Jahre 2008 erneuerten wir mit dem Rotary-Club Laufenburg Fricktal die beiden Teiche und legten einen Kiesweg mit Wildblumen an.Als Grundlage für die Teiche diente uns eine Bentonit-Folie, die wir mit schwerem Gerät einbringen mussten. Das Endresultat aber darf sich sehen lassen.Kiesweg 2009 und 2011
Leider mussten wir die Teiche schon sehr bald wieder sanieren, denn die Bentonit-Folie hielt nicht was sie versprach…So haben wir im Herbst 2012 in Handarbeit (!) beide Teiche ausgeräumt und mit einer einfachen Folie versehen.
Später wurde noch ein Grossteil des Zauns samt Betonpfosten entfernt, aus mähtechnischen und ästhetischen Gründen.

…und die Natur dankt es uns
Durch die Umgestaltung in ein sonniges, strukturreiches Naturschutzgebiet haben sich auch spezielle Tierarten eingefunden. So weilte erstmals für Möhlin der Orpheusspötter für einige Wochen im Reservat! Auch Dorngrasmücke, Neuntöter und Goldammer waren anwesend. Erfreulicherweise dehnte der Weissstorch sein Revier aus der Storchenstation aus und brütet nun seit 2013 auf einem abgestorbenen Kirschbaum im Vögeliacher. 2014 entdeckte der Naturschutzbeauftragte der Gemeinde, André Rey, die seltene Zaunrüben-Sandbiene (Andrena florea), die ausschliesslich auf Bryonia vorkommt. Das Reservat ist lichter und strukturreicher geworden. Gepflegt wird es vom Forstamt und von uns.
Seit den Auslichtungsaktionen brütet auch der Neuntöter im dornenreichen Vögeliacher. Bei den Reptilien und Amphibien hapert es noch etwas, da sich viele verwilderte Katzen im Gebiet aufhalten. Bis 2013 fütterten „Katzenmütter“ diese Katzen in unmittelbarer Nähe unseres Reservates…

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