Burstel aktuell

Einweihung des Naturschutzgebietes „Burstel“

Kantonal Bedeutung
Die ehemalige Kiesgrube am Eingang zum Forst, im Nordosten der Gemeinde Möhlin, wurde in zwei Etappen dem Naturschutz zugeführt: 1995, im Europäischen Naturschutzjahr, der kleinere westliche Teil und Ende 2007 die grosse, nur noch teilweise aufgefüllte Grube im Osten, die auch als Wasserrückhaltebecken dient. Der grösste Teil des Reservates liegt auf Land welches von der Einwohnergemeinde an die Ortsbürger verkauft wurde. Der jahrelange, engagierte Einsatz des Vereins für Natur- und Vogelschutz Möhlin wurde durch die Gemeinde unterstützt und auch von den angrenzenden Landbesitzern (Bauern und Forstamt) wohlwollend mitgetragen. Aufgrund der so entstandenen Grösse von nahezu 10 ha und der vorkommenden seltenen Tier- und Pflanzenarten, hat der Kanton das Gebiet als Reservat von kantonaler Bedeutung eingestuft.

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Fauna und Flora
Das auf den ersten Blick etwas kahl und unfertig erscheinende Gelände soll vor allem Lebensraum für gefährdete Pionierarten sein. Diese sind stark bedroht, da ihnen natürliche Lebensräume wie dynamische Flussauen oder karge Ödlandflächen fehlen. Ein Mosaik aus verschiedenen Lebensräume (Tümpel, Kies- und Ruderalflächen, Blumenwiesen, Hecken, Wald) führen im Burstel zu einer vielfältigen und speziellen Fauna und Flora. Ein professioneller Pflegeplan wird vor allem wichtige Zielarten fördern. Gut vertreten sind bereits die Amphibien (unter anderem die gefährdete Gelbbauchunke) und zahlreiche, zum Teil seltene Insektenarten (Libellen, Heuschrecken, Tagfalter u.a.). Eine Hecke mit allen aargauischen Wildrosen- sowie weiteren 60 einheimischen Straucharten umsäumt den neuen Reservatsteil.

Öffentlicher Teil und Schutzzone
Um einen wirksamen Schutz für gefährdete Arten zu erreichen, soll der neue Teil ganz für die Natur reserviert bleiben und wenn immer möglich nicht betreten werden. Im Gegensatz dazu wird der kleinere, südwestliche Teil der Öffentlichkeit zugänglich sein und soll auch von Schulklassen besucht werden können. Hier werden auf Informationstafeln Lebensräume, Tiere und Pflanzen vorgestellt.

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