Mehr Natur Für Möhlin´s Hirsche

Natur- und Vogelschutz Möhlin

Mehr Natur für Möhlin’s Hirsche

Mit der Schliessung der ehemaligen Kiesgrube Waldmeier im Gebiet „Chilli“ beginnt ein neues Kapitel für die Damhirsche in Möhlin. Ein Erfreuliches!

Bereits im Herbst 2008 wurde das bestehende Gehege mit der Neupflanzung von rund dreissig alten, einheimischen Sorten von Hochstammobstbäumen aufgewertet. Zusätzlich wurden Rosskastanien und Eichen als Schattenspender und Futterlieferanten angepflanzt. Alle Bäume wurden vom Natur- und Vogelschutz Möhlin gespendet

 

Im Sommer 2009 wurde eine Erweiterung des Hirschengeheges mit der angrenzenden Parzelle Waldmeier vorbereitet. Nach den Richtlinien des Kantons musste die ehemalige Kiesgrube aufgefüllt und wieder ins Landschaftsbild (Hangkante) eingepflegt werden. Bei dieser Gelegenheit ergab sich die Möglichkeit, das Areal einerseits für die Hirsche, andererseits für die Natur zu gestalten. Möglich wurde dies durch die Bereitschaft des Landbesitzers, Rudolf Waldmeier, dessen Vater schon die Damhirsche der Gemeinde geschenkt hatte. Ihm gebührt ein grosses Dankeschön! Möglich wurde es aber auch durch weitere Geldgeber, so durch die Gemeinde, die für den hirschensicheren Zaun aufkommen wird und durch den Bund, der mit seinem Konjunkturförderungsprogramm auch Naturschutzprojekte unterstützt. Dies allerdings nur, wenn sich ein Partner wie der Natur- und Vogelschutz Möhlin namhaft finanziell daran beteiligt.

Trotz äusserst knapper Zeitvorgaben durch den Kanton, konnte der Natur- und Vogelschutz Möhlin ein überzeugendes Projekt einreichen und mehrere Tausend Franken für Massnahmen zugunsten gefährdeter Amphibienarten auslösen. Durch eine gelungene Zusammenarbeit von Bund, Kanton, Gemeinde, Forstamt, Hirschenkommission und Natur- und Vogelschutz wurde in Rekordtempo ein Reservat erster Klasse hergerichtet. Viel dazu beigetragen hat die kompetente, speditive Ausführung der Bauarbeiten durch die Firma Waldmeier und durch das Forstamt unter der umsichtigen Leitung von Förster Urs Steck.

Fünf Weiher verschiedener Wassertiefen wurden mit Bentonit-Matten und Lehm erstellt, als Laichplätze für die drei besonders gefährdeten Amphibienarten Kreuzkröte, Geburtshelferkröte und Gelbbauchunke. Auch der Landlebensraum wurde für diese einst häufigen Pionierarten gestaltet. Kiesflächen, Stein-, Erd- und Holzhaufen wurden angelegt. Eine Hecke wird im Herbst gepflanzt. Natürlich werden auch zahlreiche andere Arten von diesen Massnahmen profitieren.

Ganz umsonst kriegen die Hirsche dieses Gebiet aber nicht! Vielmehr sollen sie es durch ihre Beweidung auch gleich selber pflegen. Vor allem aber müssen sie sich noch ein Jahr gedulden, bis der Zaun erstellt sein wird. Die Tiere werden dann 2-3 x im Jahr in das neue Gehege gelassen und werden so für die gewünschte Offenhaltung des Gebietes sorgen.

Die Bevölkerung darf gespannt sein, wie sich das umgestaltete Gebiet entwickelt. Jedenfalls ist Möhlin um eine Attraktion reicher!

 

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