Das Meler Feld

50b Kulturland Einleitung D46N6813

Von Basel in Richtung Zürich fahrend, ist das Möhliner Feld die erste noch intakte grössere Fläche mit nicht überbautem, offenem Kulturland. Auf den weiten Lössböden wird intensiv Landwirtschaft betrieben, schwerpunktmässig Ackerbau. Die durch den fruchtbaren Boden begünstigte einstige Kornkammer des Kantons wandelt sich zunehmend zu intensiveren Gemüse-Kulturen wie Kartoffeln, Rüben, Spinat, Bohnen usw. Mit ökologischen Ausgleichsflächen versucht man etwas Gegensteuer zu der intensiven Produktion zu geben.

Die einstige Kornkammer des Kantons
Diese einzigartige Kulturlandschaft steht allerdings unter grossem Druck von verschiedenen Seiten:
Produktionsdruck: Der betriebswirtschaftliche Druck der Bauern, aus den global gesehen kleinen Flächen ein Optimum an Produkten hervorzubringen. Nebst Düngemitteln und Pestiziden wird zunehmend auch mehr Wasser gebraucht, was mit einer Pumpstation mitten im Möhliner Feld abgedeckt werden soll.
Siedlungs- und Zivilisationsdruck: Die im Richtplan vom Kanton als Wohnschwerpunkt bezeichnete Gemeinde Möhlin wird weiter wachsen. Der Siedlungs- und Zivilisationsdruck auf das Erholungsgebiet Meler Feld wird zunehmen (Überbauungen am Rand, zunehmender Verkehr, Störungen durch Menschen, Hunde, Katzen).
Erosion mit Abtrag von fruchtbarem Boden ist ein Dauerthema im Meler Feld. Es erfreut höchsten die Archaeologen, da nach heftigen Gewittern Zeugnisse unserer Vorfahren an die Oberfläche gelangen.

Grossprojekte mit massivem Flächenbedarf und Immissionen konnten bis heute glücklicherweise verhindert werden. So ein Golfplatz, ein Helikopterlandeplatz, ein Autobahnanschluss. Salzabbau mit dutzenden von Bohrstationen ist das aktuellste Projekt.
Seit 2005 konnten wir im Projekt „Erhaltung und Förderung von bedrohten Arten im Meler Feld“, dank Geldern der Erlenmeyer Stiftung, zahlreiche Ökoflächen zusätzlich zu den Regulären realisieren. Momentan ist dies alles wieder Kantonssache und die Zeichen stehen auf Produktion!

Feldlerche und Feldhase sind vom Aussterben bedroht, der Weissstorch konnte sich anpassen.
Wenn wir die bedrohten Arten erhalten wollen, dürfen wir nicht alles auf Gewinnmaximierung setzten. Wir werden auch in Zukunft viel Herzblut ins Meler Feld stecken. Wir sind dabei aber auf das Verständnis und die Zusammenarbeit mit den Bauern und Landbesitzern angewiesen.

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Möhliner Feld mit Vögeliacher und Bahndamm

Das Möhliner Feld befindet sich zwischen Möhlin, Wallbach und Zeiningen (map)

Der Vögeliacher grenzt an das Meler Feld und die Unterforststrasse in Möhlin (kurz vor der Unterführung unter der Bahnlinie).

Der Bahndamm zieht sich durch das Meler Feld.

Hier werden eine Reihe verschiedener Lebensräume miteinander vernetzt:
- Hecken als Brutplätze für Vögel
- Tümpel für bestimmte Zielarten (Amphibien)
- Buntbrachen bieten Vögeln Nahrung
- Steinhaufen bieten Lebensräume für Reptilien und Insekten
- Hochstammobstbäume

Arten:
- Vögel: Feldlerche, Turmfalke, Schleiereule, Dorngrasmücke
- verschiedene Heuschrecken und Schmetterlinge
- Pflanzen: Rötlicher Mauerpfeffer, Stachelige Flechtbinse, Helmorchis, Mäuseschwanz, Farbwechselndes Vergissmeinnich, Acker-Gipskraut
- Säuger: Feldhase


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Vier neue Hecken im Möhliner Feld

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Gegen 30 Mitglieder der Naturschutzvereine Möhlin und Zeiningen haben am 5. November 2016 in einer gemeinsamen Pflanzaktion 1000 einheimische Sträucher gepflanzt. An vier verschiedenen Orten, zwischen Egelsee und Lindenhof Zeiningen, wurden wertvolle, artenreiche Hecken als ökologische Aufwertungsmassnahmen angelegt. Zahlreiche Tierartenwie Vögel, Säugetiere oder Insekten werden davon profitieren. Auch vom Landschaftsbild her bringen Hecken strukturen und Farben rein und verbessern das Mikroklima. 

Unsere Aktion war vom Wetter begünstigt, brach doch der angekündigte starke Regen erst nach getaner Arbeit über die gesetzten Sträucher herein und bewässerte sie so optimal. Derweil sassen wir Helfer bereits bei einer warmen Kürbissuppe - vom Hof offeriert - im Trockenen. Die Aktion war ein gutes Beispiel dafür, dass Naturschutzvereine praktische Hilfe anbieten, wenn Bauern Interesse an Naturschutzmassnahmen zeigen. Wir hoffen, mit unserer Aktion zur Nachahmung zu verleiten !

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