323 Junge Dohlenkrebse ausgesetzt

323 junge Dohlenkrebse bereichern den Möhlinbach

Erfreuliche Zwischenbilanz im nationalen Wiederansiedlungsprojekt Dohlenkrebs im Möhlinbach: Nach einem erfolgreichen Zuchtjahr in einem leeren Fischteich in Zeiningen mit anschliessender Brutpflege durch Fischzuchtanlage-Besitzer Peter Hohler, konnten am 27. Oktober 2011 323 junge Dohlenkrebse in zwei Seitenbächen des Möhlinbaches eingesetzt werden. Weitere Aktionen sollen den einst häufigen einheimischen Krebs wieder fördern.  Junge Dohlenkrebse  
     
     


Das vom Kanton unter der Koordination der Sektion Jagd und Fischerei geförderte Projekt setzt sich zum Ziel, die gefährdeten drei einheimischen Flusskrebsarten Edelkrebs, Steinkrebs und Dohlenkrebs zu fördern. Hauptsächlich eine durch exotische Krebse eingeschleppte Pilzkrankheit ist für unsere einheimischen Krebsarten tödlich und hat zu einem starken Rückgang der drei Arten geführt. Auch der für unsere Gegend typische Dohlenkrebs ist davon betroffen. Er ist in einigen Fricktaler Bächen nicht mehr nachgewiesen worden. Das soll sich nun ändern.

Das vom kantonalen Projektleiter Peter Jean-Richard fachlich geleitete Projekt, ist mit Unterstützung der Naturschutzvereine Möhlin und Zeiningen und natürlich dem Fischzuchtanlage-Besitzer Peter Hohler, auf gutem Weg. Vor einem Jahr wurden in einem leeren Fischteich in Zeiningen Brutkörbe ausgelegt und prompt von den eingesetzten Krebsen als Unterschlupf und Bruthöhle angenommen. Im Frühling konnten dann 23 eiertragende Weibchen in die Fischzuchttröge zur geschützten Abgabe ihrer Brut gebracht werden. Die Muttertiere konnten wieder in den Zuchtteich entlassen werden, während die winzigen jungen Krebschen mit Plankton und Algen gefüttert und geschützt aufgezogen wurden. Schliesslich waren am 27. Oktober dieses Jahres 323 junge Dohlenkrebse zum Aussetzen in zwei kleinen Seitenbächen des Möhlinbaches bereit. Sorgfältig wurden die Tiere in kleinen Gruppen an verschiedenen geeigneten Stellen ausgesetzt. Neben einer guten Wasserqualität sind auch Versteckmöglichkeiten und ein gutes Nahrungsangebot wichtig. In den nächsten Jahren soll das Konzept ausgereift werden und weitere Aussetzungen erfolgen, sodass sich wieder eine fortpflanzungsfähige Population im ganzen Einzugsgebiet des Möhlinbaches ausbilden kann.

Peter Jean-Richard vom Kanton und Martin Hohermuth (NVM) beim aussetzten von jungen Dohlenkrebsen
Peter Jean-Richard vom Kanton und Martin Hohermuth (NVM) beim aussetzten von jungen Dohlenkrebsen

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